Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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ich konnte nicht viel dabei herausbringen und ver⸗ ſteckte ſie; und kein ſterbliches Geſchöpf außer mir hat ſie bis heute Nacht geſehen.“

Lukas Marks hatte ſeine Geſchichte geendigt und lag ruhig da, erſchöpft von dem langen Sprechen. Er beobachtete Robert Audley's Angeſicht, in völ⸗ liger Erwartung irgend eines Vorwurfs und eines ſtrengen Tadels, denn er hatte ein unbeſtimmtes Be⸗ wußtſein, daß er Unrecht gethan.

Aber Robert unterließ es, ihm den Text zu leſen; er hatte keine Luſt zu einem Amte, wofür er ſich nicht tauglich hielt.

„Der Geiſtliche wird mit ihm ſprechen und ihn tröſten, wenn er morgen früh kommt,“ dachte Mr. Audley,„und wenn das arme Geſchöpf einer Pre⸗ digt bedarf, ſo wird ſie beſſer von ſeinen Lippen, als von den meinigen kommen. Was ſollte ich ihm auch ſagen? Seine Sünde iſt auf ſein eigenes Haupt zurückgefallen; denn wäre Mylady in ihrem Ge⸗ müthe beruhigt geweſen, ſo würde das Schloß⸗ wirthshaus nicht niedergebrannt ſein. Wer darf es nach allem dieſem wagen, ſein eigenes Leben regeln zu wollen? Wer kann Gottes Hand in dieſer ſelt⸗ ſamen Geſchichte verkennen?“

Er dachte ſehr demüthig an die Schlußfolgerun⸗ gen, die er gezogen und zur Richtſchnur für ſein Handeln gemacht hatte. Er erinnerte ſich, wie un⸗ bedingt er auf das klägliche Licht ſeiner eigenen Vernunft vertraut hatte, aber er wurde auch ge⸗ tröſtet durch das Bewußtſein, daß er einfach und rechtſchaffen ſeine Pflicht zu thun geſucht hatte, ge⸗ treulich gegen die Todten und die Lebenden.

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