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ſehen hatte, und ſezte noch hinzu, ſie habe Mylady beinahe unmittelbar hernach geſehen, und es ſei Et⸗ was zwiſchen ihnen vorgefallen, nichts Sonderliches, aber gerade genug, um Mylady wiſſen zu laſſen, daß die Magd, auf welche ſie herabſah, Etwas ent⸗ deckt habe, das ſie bis an ihr Ende in die Gewalt eben dieſer Magd geben würde.“
Und ſie iſt in meiner Gewalt,“ ſagte Phöbe, und ſie wird Alles in der Welt für uns thun, wenn wir ihr Geheimniß bewahren.“
„So, ſehen Sie, dachten beide, Lady Audley und ihre Zofe, der Gentleman, den ich lebend mit dem Londoner Zug hatte abgehen ſehen, liege todt in der Tiefe des Brunnens. Uebergab ich alſo den Brief, ſo mußten ſie das Gegentheil davon erfahren, und zu gleicher Zeit verloren wir, Phöbe und ich, die Möglichkeit, uns im Leben durch ihre Herrin vorwärts gebracht zu ſehen.“
„So behielt ich den Brief und behielt das Ge⸗ heimniß, und Mylady das ihrige. Ich nahm mir jedoch vor, wenn ſie liberal gegen mich wäre und mir das Geld, das ich bedurfte, freiwillig gäbe, ihr Alles zu ſagen und ihr Gemüth zu beruhigen.“
„Aber ſie that es nicht. Was ſie auch hergab, warf ſie mir hin, als wäre ich ein Hund geweſen. Sprach ſie mit mit ſo geſchah es, wie ſie mit einem Hund geſprochen hätte. Es gab kein Wort in ihrem Munde, das zu ſchlecht für mich war. Es gab kein Auffahren mit dem Kopfe, das zu ſtolz und höhniſch für mich war; und die Galle trat mir ins Blut, und ich behielt mein Geheimniß und ließ ihr das ihre. Ich öffnete die zwei Briefe und las ſie, aber


