verbrennen? Ei, wie war das?“ fragte Mylady faſt gleichgültig. Sie war allzu ſelbſtſüchtig, und zu tief in ihre eigene Bekümmerniß verſunken, als daß ſie an der Gefahr, von welcher ihre ehemalige Zofe bedroht geweſen war, ſonderlichen Antheil ge⸗ nommen hätte.
„Sie wiſſen, was für ein wunderlicher alter Platz das Schloßwirthshaus iſt, Mylady; lauter verfallenes Holzwerk und wurmſtichige Dachſparren und derglei⸗ chen. Die Chelmsforder Feuerverſicherungsgeſellſchaft wollte es nicht annehmen, denn es hieß, wenn das Haus in einer windigen Racht Feuer finge, ſo würde es wie Zunder aufbrennen, und Nichts in der Welt wäre im Stande, es zu retten. Nun, Lukas weiß dies, und der Hauseigenthümer hat ihn deßhalb ſchon oft und viel gewarnt, denn er wohnt uns hart gegen⸗ über, und er hat ein ziemlich ſcharfes Auge auf alles Thun meines Mannes, aber wenn Lukas benebelt iſt, ſo weiß er nicht, was er thut, und erſt vor einer Woche ließ er ein brennendes Licht in einem der Hintergebäude, und einer der Sparren des abſchüſſi⸗ gen Daches wurde von der Flamme ergriffen und hätte ich es, als ich zum lezten Mal meinen Rund⸗ gang um das Haus machte, nicht wahrgenommen, wir wären vielleicht alle lebendig verbrannt. Und das iſt der dritte ganz gleiche Fall, der in den ſechs Monaten, da wir dort ſind, vorgekommen iſt; und Sie werden ſich nicht verwundern, daß ich deßhalb in Angſt bin, nicht wahr, Mylady?“
Mylady hatte ſich nicht verwundert, ſie hatte überhaupt gar nicht weiter daran gedacht. Sie hatte kaum auf dieſe alltäglichen Details Acht gege⸗
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