Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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ſprechliche Erleichterung für ſie war, ihr Schickſal laut bejammern zu können.

„Ich werde grauſam verfolgt und gequält, Phöbe Morks,“ ſagte ſie.„Ich werde verfolgt und ge⸗ martert von einem Mann, welchem ich niemals ein Leid angethan habe, welchem ich niemals ein Leid anzuthun gewünſcht habe. Es iſt mir nicht möglich, vor dieſem unbarmherzigen Plagegeiſt zur Ruhe zu kommen, und ich—“

Sie machte eine Pauſe und ſtarrte wieder in das Feuer, wie ſie in ihrer Einſamkeit gethan hatte. Verloren in dem finſtern Gewirre der Gedanken, welche in einem wahrhaft furchtbaren, ſinnberücken⸗ den Chaos durch einander liefen, vermochte ſie zu keinem feſten Entſchluß zu gelangen.

Phöbe Marks beobachtete Wylady's Angeſicht, ſchaute zu ihrer ehemaligen Gebieterin mit erſchrocke⸗ nen, ängſtlichen Augen auf, welche von ihrer for⸗ ſchenden Neugierde nur dann abließen, wenn Lady Audley's Blick dem ihrer Geſellſchafterin begegnete.

„Ich glaube die Perſon zu kennen, welche Sie meinen, Mylady,“ ſagte die Wirthsfrau nach einer Pauſe;„mir dünkt, ich weiß, wer ſo grauſam gegen Sie iſt.“

„O, natürlich,“ antwortete Mylady bitter; „meine Geheimniſſe ſind Jedermanns Geheimniſſe. Du weißt Alles über mich, ohne Zweifel.“

„Die Perſon iſt ein Gentleman, nicht wahr, My⸗ lady?“ „6. „Ein Gentleman, der vor zwei Monaten in das

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