Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

en

te! ide ka⸗ ner ten es.

ind un⸗

ös⸗ He⸗ itte lick me ieß

ſo

nen

„Ich bin in meiner Jugend nicht gottlos gewe⸗ ſen,“ dachte ſie, während ſie finſter in das Feuer ſtarrte,„ich bin nur gedankenlos geweſen. Ich habe Niemand Etwas zu Leide gethan— wenigſtens nie mit Willen. Ich möchte wiſſen, ob ich überhaupt jemals wirklich gottlos geweſen,“ ſezte ſie hinzu. „Meine ſchlimmſte Gottloſigkeit iſt das Ergebniß wilder Triebe, und nicht tief angelegter Plane ge— weſen. Ich bin nicht wie die Frauen, von welchen

ich geleſen habe, welche Nacht um Nacht in der

ſchrecklichen Finſterniß und Stille dagelegen ſind und verrätheriſche Thaten ausgeſonnen und jeden Um⸗ ſtand eines wohlüberlegten Verbrechen in Ordnung gebracht haben. Ich möchte wiſſen, ob ſie gelitten haben— dieſe Frauen— ob ſie je gelitten haben wie—“

Ihre Gedanken verloren ſich in die ermüdenden Irrgänge troſtloſer Verwirrung. Plötzlich erhob ſie ſich mit einer ſtolzen herausfordernden Geberde, und ihre Augen funkelten von einem Strahle, der nicht einzig ein Wiederſchein des Feuers war.

„Sie ſind wahnſinnig, Mr. Robert Audley,“ ſprach ſie,„Sie ſind wohnſinnig, und Ihre Phanta⸗ ſien ſind die Einbildungen eines Tollhäuslers. Ich weiß was Wahnſinn iſt. Ich kenne deſſen Zeichen und Merkmale und ich ſage, Sie ſind wahnſinnig.“

Sie legte ihre Hand an den Kopf, als dächte ſie an Etwas, was ſie in Verwirrung und Beſtür⸗ zung ſezte und für ſie nur ſchwer mit Ruhe zu be⸗ trachten war.

„Wage ich ihm Troz zu bieten?“ murmelte ſie, „wage ich es? Wage ich es? Wird er jezt ſtill