Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

————————————

. 2

——

—

nen übertriebenen Schäzung von dem Werthe eines hübſchen Geſichtes? Gewiß, wenn ihre Gedanken ſo weit auf die zurückgelegte Laufbahn ihres Lebens hinaus wonderten, mußte ſie mit bitterer Verzweif⸗ lung den erſten Tag bereut haben, wo die Haupt⸗ leidenſchaften ihres Lebens die Herrſchaft über ſie errungen und die drei Dämonen der Eitelkeit, der Selbſtſucht und des Ehrgeizes ſich die Hand gereicht und geſagt hatten:„Dieſe Frau iſt unſere Sclavin; wir wollen ſehen, was unter unſerer Leitung aus ihr wird.“

Wie klein erſchienen jezt jene erſten jugendlichen Verirrungen, als Mylady in ihrer langen Träume⸗ rei an dem einſamen Herde auf ſie zurückblickte! Was für geringe Eitelkeiten, was für unbedeutende Grauſamkeiten! Ein Triumph über eine Schulka⸗ merädin, eine Koketterie mit dem Liebhaber einer Freundin, eine Behauptung des göttlichen, blauen Augen und goldenen Locken einwohnenden Rechtes. Aber wie ſchrecklich hatte ſich dieſer ſchmale Pfad zu der breiten Heerſtraße der Sünde ausgebreitet und wie beflügelt waren die Schritte auf dem nun⸗ mehr vertrauten Wege gewuen!

Mylady umſpann ihre Finger mit den aufgelös⸗ ten bernſteinfarbigen Locken und machte eine Ge⸗ berde, als ob ſie dieſelben ſich aus dem Kopfe hätte reißen wollen. Aber ſelbſt in dieſem Augenblick ſtummer Verzweiflung machte ſich die unbeugſame Herrſchaft der Schönheit wieder geltend, und ſie ließ die verwirrten glänzenden Ringel wieder fahren, ſo daß ſie in der düſtern Beleuchtung des Feuers einen Heiligenſchein um ihr Haupt bildeten.

ſen

Ni mi jen

wi we

ich

ſch ver ſta gel ha wi

ſich ihr ein

ſpr ſier we unt

ſie zun tra

„W