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goldete Körbchen mit Treibhauspflanzen; phantaſtiſche Käſtchen von indiſcher Filigranarbeit; zerbrechliche Theetaſſen von Türkisporcellan, mit Medaillen⸗Mi⸗ niaturen von Ludwig dem Großen und Ludwig dem Vielgeliebten, Louiſe de la Valliere und Jeanne Marie du Barry geſchmückt; Kabinetsſtücke von Ge⸗ mälden und vergoldete Spiegel, ſchimmernder Atlas und durchſichtige Spizen; Alles was das Gold er⸗ kaufen, die Kunſt erſinnen kann, war zur Verſchöne⸗ rung dieſes ſtillen Gemachs zuſammengebracht wor⸗ den, in welchem Mylady ihren Siz hatte, horchend auf das Klagen des ſcharfen Märzwindes und auf das Anſchlagen der Epheublätter an den Fenſtern, und in den rothen Schlund der brennenden Kohlen ſchauend.
Ich würde eine ſehr abgeſtandene Predigt halten und eine ſehr ordinäre Moral anſtimmen, wenn ich mir beigehen ließe, die Gelegenheit zu ergreifen und hier gegen Kunſt und Schönheit zu deklamiren, weil Mylady in dieſem eleganten Appartement viel elen⸗ der war, als manche halbverhungerte Näherin in ihrer traurigen Dachkammer. Sie war elend in Folge einer Wunde, welche allzu tief lag, als daß
man ihr mit Pflaſtern wie Reichthum und Luxus
lindernd beikommen konnte; aber ihr Elend war abnormer Natur, und ich vermag deßhalb keinen Grund abzuſehen, warum ich die Thatſache ihres Jammers als Beweisgrund zu Gunſten von Armuth und Noth im Gegenſaz von Wohlſtand geltend ma⸗ chen ſollte. Die Benvenuto Cellini⸗Skulpturen und die Sovres⸗Porcellan⸗Stücke konnten ihr kein Glück geben, weil ſie aus deren Region hinausgetreten


