Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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ſten Gegenſtand des zauberiſchen Gemaches zurück⸗ ſtrahlten.

Mitten unter dieſer Vereinigung von Lampen⸗ licht, Vergoldung, Farbe, Reichthum und Schönheit ließ ſich Lady auf einem niedrigen Size neben dem Feuer nieder, um ihren Gedanken nachzuhängen.

Wenn Mr. Holman Hunt einen Blick in dieſes hübſche Boudoir hätte werfen können, mich dünkt, das Gemälde wäre nach ſeiner Phantaſie photogra⸗ phirt worden, um es ſogleich in halber Biſchofs⸗ länge*) zur Verherrlichung der vorraphaeliſchen Brüderſchaft nachbilden zu laſſen. Mylady in halb ruhender Haltung, den Elbogen auf das Knie geſezt, und das vollkommene Kinn von der Hand geſtüzt, die reichen Falten des Gewandes in langen Wellen⸗ linien von den herrlichen Umriſſen ihrer Geſtalt ab⸗ fallend, von dem leuchtenden roſenfarbigen Feuer⸗ ſchein in einen weichen Nebel, der nur durch den goldenen Schimmer ihres gelben Haars gebrochen wurde, eingehüllt. Schön an ſich, aber zum Ent⸗ zücken ſchön durch die prachtvolle Umgebung, wo⸗ durch dieſer liebenswürdigen Heiligen noch ein höhe⸗ rer Schmuck verliehen wird. Trinkgefäſſe von Gold und Elfenbein, ciſelirt von Benvenuto Cellini, Buhl⸗ und Porcellanſchränke, mit dem Namenszug der Marie Antoinette von Oeſterreich, unter Sinnbildern von Roſenknospen und Liebesknoten, Vögeln und Schmet⸗ terlingen, Kupidos und Schäferinnen, Göttinnen, Höflingen, Bauern und Milchmädchen; Statuetten von pariſchem Marmor und Biskuitporcellan; ver⸗

*) Etwa ſ v. a. Knieſtück. A. d. U.