Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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Das blaſſe Geſicht von Clara Talboys— dieſes ſtille, ernſte Geſicht, ſo verſchieden in ſeinem Charakter von Mylady's ſchwächlicher Schönheit— ſtieg vor ihm auf.

„Was für ein Feigling bin ich, an mich oder meine eigene Gefahr zu denken!“ fuhr er im Stillen fort.„Je mehr ich von dieſem Weibe ſehe, deſto mehr Grund habe ich, ihren Einfluß auf Andere zu fürchten; deſto mehr Grund, ſie aus dieſem Hauſe hinweg zu wünſchen.“

Er ſchaute in der Dunkelheit um ſich. Der öde Garten war ſo ruhig, wie ein einſamer Begräbniß⸗ plaz, ummauert und verborgen vor der Welt der Lebendigen.

„Irgendwo in dieſem Garten war es, wo ſie mit Georg Talboys an dem Tage ſeines Verſchwin⸗ dens zuſammentraf,“ dachte er.„Ich möchte wiſſen, welches der Ort war; ich möchte wiſſen, wo es war, daß er derſelben in das grauſame Antliz ſah und ihre Falſchheit vorhielt.“

Mylady, deren kleine Hand leicht auf dem Pfoſten, gegenüber von demjenigen, an welchen Robert ge⸗ lehnt war, ruhte, ſpielte mit ihrem hübſchen Fuße unter dem langen Unkraut, behielt aber verſtohlen ihres Feindes Angeſicht im Auge.

„Es ſei alſo ein Kampf auf Leben und Tod, Mylady,“ nahm endlich Robert Audley feierlich wieder das Wort.„Sie weigern ſich, meine War⸗ nung anzunehmen. Sie weigern ſich, davon zu gehen und an irgend einem Orte im Auslande ihre Gott⸗ loſigkeit zu bereuen, fern von dem edelherzigen Gentle⸗ man, den Sie durch ihre trügeriſchen Hexereien be⸗

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