Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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getragen hatten, ſtanden noch, aber die eiſerne Spin⸗ del war aus ihrer Bohle geriſſen und lag wenige Schritte von dem Brunnen, roſtig, entfärbt, vergeſſen.

Robert Audley lehnte ſich an einen der moosbe⸗ wachſenen Pfoſten und betrachtete Mylady's Geſicht, das in der froſtigen Winterabenddämmerung ſehr blaß ausſah Der Mond war kaum in ſein erſtes Viertel getreten, eine wenig leuchtende Sichel an dem grauen Himmel, und ein ſchwaches, geiſterhaftes Licht miſchte ſich mit den nebeligen Schatten des ſchwindenden Tages. Mylady's Antliz ſah aus wie jenes Geſicht, das Robert Audley in ſeinen Träumen wahrgenommen hatte, wie es aus den weißen Schaum⸗ flocken auf den Wogen der grauen See herausſchaute und ſeinen Oheim ins Verderben lockte.

„Die beiden Papierſtreifen ſind in meinem Be⸗ ſitz, Lady Audley,“ begann er wieder.“ Ich nahm ſie von der Schachtel, welche Sie in Creſcent Villas zurückgelaſſen haben. Ich nahm ſie in Gegenwart von Mrs. Vincent und Miß Tonks. Haben Sie einen Beweis gegen dieſes Zeugniß? Sie ſagen mir, ich bin Lucy Graham und habe durchaus Nichts mit Helen Talboys zu thun. In dieſéem- Fall können Sie Zeugen beibringen, welche über Ihr früheres Leben Aufſchluß zu geben vermö⸗ gen. Wo haben Sie ſich aufgehalten vor Ihrem Erſcheinen in Creſcent Villas? Sie müſſen Freunde, Verwandte, Bekannte haben, welche zu Ihren Gun⸗ ſten aufzutreten und einige Aufklärung zu liefern geneigt ſind. Wären Sie das verlaſſenſte Geſchöpf auf dieſer Welt, Sie könnten doch einen Menſchen