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über ihrem Herzen ſich zuſammenpreßten, und er wußte, daß der Schuß ſein Ziel getroffen hatte.
„Gott helfe ihr, der armen, elenden Kreatur,“ dachte er.„Sie weiß jetzt, daß ſie verloren iſt. Ich möchte wiſſen, ob den Richtern des Landes es auch ſo zu Muthe iſt, wie mir eben, wenn ſie die ſchwarze Mütze aufſetzen und das Todesurtheil über einen armen, zitternden Wicht ausſprechen, der ihnen nie⸗ mals Etwas zu Leide gethan hat. Empfinden Sie ein heroiſches Feuer tugendhafter Entrüſtung, oder leiden ſie auch dieſe düſtere Seelenqual, welche mir an dem Leben nagt, während ich zu dieſem hülfloſen Weibe ſpreche?“
Er ſchritt ſchweigend einige Minuten an Mylady's Seite hin. Sie waren in dem dunkeln Baumgang auf⸗ und abgewandelt und näherten ſich jetzt dem entblätterten Gebüſch an dem einen Ende der Lin⸗ denallee— dem Gebüſche, wo der verfallene Brun⸗ nen ſein klägliches, wenig beachtetes Ausſehen unter den wirren Maſſen dornigen Strauchwerks verbarg.
Ein gewundener, vernachläſſigter und von Unkraut halb geſperrter Pfad führte zu dieſem Brunnen. Robert verließ die Lindenallee und ſchlug dieſen Pfad ein. Es war mehr Licht in dem Gebüſch, als in dem Baumgang, und Mr. Audley wünſchte Mylady ins Geſicht zu ſehen.
Er nahm nicht eher wieder das Wort, als bis ſie den Fleck mit üppigem Graſe neben dem Brunnen erreicht hatten. Das maſſive Ziegelwerk war da und dort abgefallen, und abgelöste Bruchſtücke von Mörtel lagen unter Unkraut und Dornen begraben. Die ſchweren Pfoſten, welche den ſchweren Wellbaum


