Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Freund kann hier, in dieſem Wirthshauſe aus dem Wege geräumt, an dieſer Herdplatte, wo ich jezt ſtehe, todt geſtochen worden ſein, und ich kann noch zwölf Monate hier verweilen und gehe am Ende doch ſo unaufgeklärt über ſein Schickſal weg, als ob ich niemals meine Schwelle überſchritten hätte. Was wiſſen wir von den Geheimniſſen, die über den Häuſern, welche wir betreten, ſchweben können. Pollte ich morgen in jenes viel beſprochene plebeji⸗ ſche Haus mit den acht Zimmern gehen, wo Maria Manning und deren Mann ihren Gaſt ermordeten, ich bekäme keine Ahnung von dem vergangenen Gräuel. Böſe Thaten ſind unter den gaſtfreund⸗ lichſten Dächern verübt, Verbrechen unter den rei⸗ zendſten Scenen begangen worden und haben keine Spur an der Stelle, wo ſie vorfielen, hinterlaſſen. Ich glaube nicht an den Alraun oder an Blutflecken, welche die Zeit nicht zu verwiſchen vermag. Ich glaube vielmehr, daß wir unbewußt in einer Atmo⸗ ſphäre von Verbrechen gehen können und darum nicht weniger frei Athem holen. Ich glaube, daß wir in das lächelnde Angeſicht eines Mörders ſchauen und deſſen ruhige Schönheit bewundern können.

Mylady lachte über Roberts Ernſt.

Sie ſcheinen viel Geſchmack an der Beſprechung ſo ſchrecklicher Gegenſtände zu haben, ſagte ſie ziemlich ſpöttiſch;Sie hätten einer von den Spür⸗ hunden der Policei werden ſollen.

Ich denke zuweilen ſelbſt, ich hätte einen guten abgegeben.

Warum?

Weil ich geduldig bin. 15*

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