Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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ren in ihrem Boudoir raucht, und ſiehe da! unſer angenehmer kleiner Familienkreis iſt zerſtört.

Lucy Audley ſprach mit jener eigenthümlichen kindiſchen Lebhaftigkeit, welche ihr ſo natürlich ſchien. Robert blickte faſt traurig in das heitere, beſeelte Angeſicht.

Lady Audley, ſagte er,der Himmel verhüte, daß jemals durch Sie oder mich Gram oder Unehre über meines Oheims edles Herz gebracht wird! Beſſer vielleicht, ich bleibe aus dem Hauſe beſſer vielleicht, ich hätte daſſelbe nie betreten!

Mylady hatte in das Feuer geſehen, während ihr Neffe ſprach, aber bei ſeinen lezten Worten er⸗ hob ſie plözlich den Kopf und ſchaute ihm voll ins Geſicht mit einem Ausdruck der Verwunderung mit einem ernſten, forſchenden Blicke, deſſen ganze Bedeutung der junge Rechtsgelehrte wohl verſtand.

O, bitte, beunruhigen Sie ſich nicht, Lady Aud⸗ ley, fuhr er ruhig fort.Sie haben nicht den ſentimentalen Unverſtand, nicht die einfältige Be⸗ thörung, entlehnt von Balzac oder Dumas Sohn, um ſich vor mir zu fürchten. Die alten Mitglieder der Rechtsſchule von Inner Temple werden ihnen ſagen, daß Robert Audley mit keiner jener epidemi⸗ ſchen Krankheiten behaftet iſt, deren äußere Kenn⸗ zeichen umgeſchlagene Hemdkrägen und Byron'ſche Schlinghalstücher ſind. Ich ſage, es wäre mir lieb, daß ich im lezten Jahre meines Oheims Haus nie betreten hätte, aber ich ſage dieß in einem Sinne, der viel zu ernſt iſt, als daß er Etwas von Senti⸗ mentalität an ſich haben könnte.

Mylady zuckte die Achſeln.

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