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Sie ſah wie ein kindliches, hülfloſes, puppen⸗ artiges Geſchöpf aus, und Robert betrachtete ſie mit einem gewiſſen Anflug von Mitleid in ſeinen Au⸗ gen, wie ſie auf den Kamin zukam, an welchem er ſtand, und ihre dünn behandſchuhten Finger an der Flamme wärmte.
„Was für ein Morgen, Mr. Audley,“ ſagte ſie, „was für ein Morgen!“
„Ja, in der That! Wie kommt es, daß Sie bei einem ſolchen Wetter aus dem Hauſe gehen, Lady Audley?“
„Weil ich Sie zu ſehen wünſchte— insbeſondere.“
„Wirklich!“
„Ja,“ ſagte Mylady, mit einer Miene von Ver⸗ legenheit, indem ſie mit ihrem Handſchuhknopfe ſpielte und denſelben in der Raſtloſigkeit ihrer Be⸗ wegung beinahe abdrehte—„ja, Mr. Audley, ich fühlte, daß man Sie nicht recht behandelt hatte; daß— daß Sie, mit einem Worte ſich zu beklagen Grund hatten, und daß eine Entſchuldigung Ihnen gebührte.“
„Ich wünſche keine Entſchuldigung, Lady Audley.“
„Aber Sie ſind dazu berechtigt,“ antwortete My⸗ lady ruhig.„Wie, mein theurer Robert, ſollten wir ſo gar ceremoniös gegen einander ſein? Sie be⸗ fanden ſich ſehr behaglich zu Audley; wir waren ſehr froh, Sie dort zu haben; da muß ſich mein lieber, einfältiger Gatte durchaus in ſeinen närriſchen Kopf ſezen, daß es für ſeines armen Weibchens Ge⸗ müthsruhe gefährlich iſt, einen Neffen von acht⸗ oder neunundzwanzig Jahren zu haben, der ſeine Cigar⸗


