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„Eine höchſt lebendige Ausſicht,“ ſprach er,„für einen Mann, der an den Zauber von Temple Bar gewöhnt iſt!“
Während er die jeden Augenblick dicker und ſchneller fallenden Schneeflocken betrachtete, ſah er zu ſeinem nicht geringen Erſtaunen einen Brougham langſam an dem Hügel herauffahren.
„Ich möchte wiſſen, welcher unglückliche Wicht ſo raſtloſen Geiſtes iſt, daß er an einem Morgen, wie dieſer, nicht zu Hauſe bleiben kann,“ murmelte er, zu ſeinem Lehnſeſſel am Feuer zurückkehrend.
Er ſaß kaum einige Minuten, als Phöbe Marks in das Zimmer trat, um Lady Audley anzumelden.
„Lady Audley! Bitte, laſſen Sie dieſelbe herein⸗ kommen,“ ſagte Robert, und ſezte, als Phöbe das Zimmer verließ, um dem unerwarteten Beſuche die zu öffnen, zwiſchen den Zähnen murmelnd,
inzu: „Ein falſcher Zug, Mylady, und der Art, wie ich ihn nie von Ihnen erwartet hätte.“
Lady Audley ſtrahlte in dieſem kalten und ſchneei⸗ gen Januarmorgen. Anderer Leute Naſen werden von den ſcharfen Fingern des grimmigen Eiskönigs unſanft angefaßt, nicht ſo Mylady's; anderer Leute Lippen werden blaß und blau von dem durchkälten⸗
den Einfluſſe des ſchlimmen Wetters, aber Mylady's
hübſches Roſenknöspchen von einem Munde behielt ſeine hellſte Färbung und reizendſte Friſche.
Sie war eben in den Zobelpelz gehüllt, welchen Robert Audley aus Rußland gebracht hatte, und trug einen Muff, der nach des jungen Mannes Mei⸗ nung beinahe ſo dick wie ſie ſelbſt erſchien.


