Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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„Und Mylady, Sir, war ſie ganz wohl?“ „Ja, vollkommen.“ „So munter und wohlgemuth, wie immer, Sir?“ „Ganz und gar ſo.“

Phöbe zog ſich reſpektvoll zurück, nachdem ſie Mr. Audley ſeinen Thee gegeben hatte; als ſie jedoch bereits mit der Hand an dem Schloſſe der Thüre ſtand, nahm er wieder das Wort.

„Sie kannten Lady Audley, als dieſelbe noch Miß Lucy Graham geweſen, nicht wahr?“ fragte er.

„Ja, Sir. Ich diente bei Mrs. Dawſon, als Mylady Gouvernante dort war.“

„Wirklich! Iſt ſie lang in des Wundarztes Fa⸗ milie geweſen?

„Anderthalb Jahre, Sir.“

„Und ſie kam von London?“

„Und ſie war eine Waiſe, glaube ich?“

Si

„Immer ſo heiter, wie ſie jetzt iſt?“

„Immer, Sir.“

Robert leerte ſeine Taſſe und händigte ſie Mrs. Marks ein. Ihre Augen begegneten ſich— ein trä⸗ ger Blick in den ſeinigen, ein lebhafter, forſchender Schimmer in den ihrigen.

„Dieſe Frau wäre gut in einem Zeugenſtand,“ dachte er;„es würde ein geſcheidter Advokat dazu ge⸗ hören, ſie bei einem Kreuzverhör breit zu ſchlagen.“

Er trank ſeine zweite Taſſe Thee aus, ſchob ſeinen Teller weg, fütterte ſeine Hunde und zündete ſeine Pfeife an, während Phöbe das Theebrett wegtrug. Der Wind kam pfeifend über die froſtige, offene