Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Sie hüpfte ihm durch die Vorhalle entgegen, ſchüt⸗ telte ihre goldenen Ringellocken zurück, vergrub ihren lieblichen Kopf an ihres Gatten Bruſt und ſagte:

„So iſt alſo der lezte unſerer Beſucher fort, mein Theurer und wir ſind ganz allein. Iſt das nicht nett?“

„Ja, mein Liebling,“ antwortete er zärtlich, ihr ſchönes Haar ſtreichelnd.

„Außer Mr. Robert Audley. Wie lang wird Dein Neffe noch hier bleiben?“

„So lang es ihm beliebt, mein Schäzchen; er iſt immer willkommen,“ ſagte der Baronet, und ſezte dann, als ob er ſich beſänne, zärtlich hinzu,„jedoch nur, wenn ſein Beſuch Dir, mein Herzchen, angenehm iſt; wenn Dir ſeine läſtigen Gewohnheiten, ſein Rauchen, ſeine Hunde, oder was es ſonſt an ihm ſein mag, nicht Mißfallen erregen.“

Lady Audley ſpizte ihre roſigen Lippen und ſchaute gedankenvoll zu Boden.

„Es iſt nicht das,“ ſprach ſie zögernd.„Mr. Audley iſt ein ſehr angenehmer junger Mann, und ein ſehr ehrenwerther junger Mann; aber Sie wiſſen, Sir Michael, ich bin eine ziemlich junge Tante für einen ſolchen Neffen und—“

„Und was Lucy?“ fragte der Baronet heftig.

„Die arme Alicia iſt ziemlich eiferſüchtig, auf jede Aufmerkſamkeit, welche Mr. Audley mir be⸗ zeigt, und— und— mir dünkt, es wäre beſſer für ihr Glück, wenn Ihr RNeffe ſeinem Beſuche ein Ende machte.“

„Er ſoll noch dieſe Nacht fort, Lucy!“ rief Sir Michael.„Ich bin ein blinder, nachläſſiger Thor geweſen, daß ich nicht früher daran gedacht Braddon, Laby Audley's Geheimniß. I. 4