Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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habe. Ja, mein kleiner Liebling, es war kaum recht gegen Bob, den armen Jungen Deinem Zauber aus⸗ zuſezen. Ich weiß, daß er ein ſo guter und edel⸗ herziger Burſche iſt, als je einer lebte, aber— aber — er ſoll heute Nacht fort.“

„Aber ſei nicht zu kurz abgebrochen, mein Theurer! Sie doch nicht hart!“

„Hart! Nein, Lucy. Ich verließ ihn rauchend

in der Lindenallee. Ich will gleich hin und ihm ſagen, daß er in einer Stunde aus dem Hauſe muß.“

So erklärte in jener entlaubten Allee, unter deren düſterem Schatten Georg Talboys an jenem Gewitterabend vor dem Tage ſeines Verſchwindens geſtanden war, Sir Michael Audley ſeinem Neffen, daß das Herrenhaus keine Heimath für ihn, und Mylady zu ſchön und zu jung wäre, um die Auf⸗ merkſamkeit eines hübſchen Neffen von achtundzwanzig Jahren in Empfang zu nehmen.

Robert zuckte blos die Achſeln und zog ſeine dicken ſchwarzen Augenbrauen in die Höhe, als Sir Michael ihm auf eine zarte Weiſe dieſe Andeutungen machte.

„Ich bin wirklich gegen Mylady aufmerkſam ge⸗ weſen,“ ſagte er.„Sie intereſſirt mich— intereſſirt mich lebhaft, ſeltſam,“ dann wandte er ſich mit ver⸗ änderter Stimme und mit einer bei ihm ungewöhn⸗ lichen Bewegung gegen den Baronet, faßte ſeine Hand und rief:„Gott verhüte, mein theurer Oheim, daß ich jemals über ein ſo edles Herz, wie das Ihrige, irgend eine Unruhe bringen ſollte! Gott ver⸗ hüte, daß der leichteſte Schatten von Verunglimpfung je⸗ mals auf Ihr geehrtes Haupt fallen ſollte— am aller⸗ wenigſten durch irgend ein Thun von meiner Seite.“