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Allem. Mager und abgezehrt, der halbverhungerte Schatten deſſen, was ich einſt geweſen war, be⸗ ſchaute ich mich eines Tags in einem Stücke von einem zerbrochenen Spiegel und erſchrak über mein eigenes Ausſehen. Aber ich arbeitete mich durch Alles, durch vereitelte Hoffnung und Verzweiflung, Rheumatismus, Fieber, Hungerleiden, ſelbſt an den Pforten des Todes durch, ich arbeitete beharrlich bis ans Ende, und am Ende trug ich den Preis davon.“ e Er war ſo herrlich in ſeiner Energie und Ent⸗ ſchloſſenheit, in ſeiner ſtolzen Siegesfreude über den Erfolg, in dem Bewußtſein der überwundenen Schwie⸗ rigkeiten, daß die blaſſe Gouvernante ihn nur mit ſtaunender Bewunderung anſchauen konnte.
„Wie brav Sie waren!“ ſagte ſie.
„Brav!“ rief er mit einem fröhlichen Lachen; „arbeitete ich nicht für meinen Liebling? War es nicht ihre ſchöne weiße Hand, die mich in all der ſchrecklichen Zeit der Prüfung einer glücklichen Zu⸗ kunft entgegenführte? Ach, ich habe ſie geſehen unter meinem elenden Leinwandzelt, an meiner Seite ſizend, mit ihrem Knaben in dem Arme, ſo deutlich, wie ich ſie je in dem einen glücklichen Jahre un⸗ ſeres ehelichen Lebens geſchaut habe. Endlich an einem ſchrecklichen Nebeimorgen, gerade vor drei Monaten, bei einem Staubregen, der mich bis auf die Haut durchnäßte, bis an den Hals in Schlamm und Koth, halbverhungert, vom Fieber geſchwächt, ſteif vor Rheumatismus, gerieth mir ein Rieſen⸗ Nugget unter den Spaten und ich kam auf eine Goldablagerung von ziemlichem Umfang. Vierzehn Tage ſpäter war ich der reichſte Mann in der gan⸗


