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hingeworfene Zeilen, um ihr zu melden, warum ihr treuer Gatte ſie verlaſſen hatte?“
„Sie verlaſſen hatte!“ rief die Gouvernante.
„Ja. Ich war Kornett in einem Reiterregimente, als ich meinen kleinen Liebling zum erſten Male ſah. Wir waren in einer dummen Seehafenſtadt einquar⸗ tirt, wo mein Täubchen bei ihrem armſeligen alten Vater, einem Halbſold⸗Seeofficier lebte; einem regel⸗ rechten alten Humbug, ſo arm wie Hiob, aber ein⸗ zig auf die Hauptſache bedacht. Ich durchſchaute alle ſeine ſeichten Kunſtgriffe, Einen von uns für ſeine hübſche Tochter zu fangen. Ich ſah all die jämmerlichen, verächtlichen, handgreiflichen Fallen, welche er für fette Dragoner auslegte, um ſie hin⸗ einzulocken. Ich durchſchaute ſeine ſchäbig⸗gentilen Diners und ſeinen Wirthshaus⸗Portwein; ſeine ſchö⸗ nen Redensarten von der Größe ſeiner Familie; ſei⸗ nen gemachten Stolz und ſeine kahle Unabhängig⸗ keit und die falſchen Zähren in ſeinen triefigen alten Augen, wenn er von ſeinem einzigen Kinde ſprach. Er war ein trunkener alter Heuchler und allzeit be⸗ reit, mein armes kleines Mädchen demjenigen, der das höchſte Angebot that, zu verkaufen. Zum Glück für mich traf es ſich ſo, daß ich der Meiſtbietende war. Denn mein Vater iſt ein reicher Mann, Miß Morley, und die Liebe ſchlich ſich bei dem erſten Anblick in unſer Beider Herz ein; mein Liebling und ich wir heiratheten einander flugsweg. Kaum hatte jedoch mein Vater erfahren, daß ich ein armes Mädchen, die Tochter eines beſpizten Halbſold⸗Lieu⸗ tenants geheirathet hatte, ſo ſchrieb er mir einen wüthenden Brief, worin er mir erklärte, daß er nie
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