Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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nach England gehe, um einem Leichenbegängniß bei⸗ zuwohnen.“

Der junge Mann veränderte plötzlich ſeine Hal⸗ tung und blickte mit einem Schein von Unruhe ſei⸗ ner Gefährtin voll in's Geſicht. Sie ſah in dem bloßen Dämmerlichte, daß die Farbe von ſeinen Wan⸗ gen gewichen war.

„Was für ein Narr!“ rief er, ſeine geballte Fauſt nach dem Fahrzeuge ausſtreckend,„was für ein Narr bin ich, daß ich mich dadurch erſchrecken laſſe! Warum kommen Sie daher und reden mir von ſolchen Din⸗ gen? Warum kommen Sie daher und bringen mich um alle Beſinnung, wenn ich geraden Weges nach Hauſe gehe zu der Frau, die ich liebe; zu einem Mädchen, deſſen Herz ſo wahr iſt wie das Himmels⸗ licht; und bei dem ich ebenſo wenig eine Verände⸗ rung zu finden erwarte, als ich darauf rechne, mor⸗ gen früh eine andere Sonne am Himmelsgewölbe aufſteigen zu ſehen? Warum kommen Sie daher und verſuchen, mir ſolche Einbildungen in den Kopf zu ſetzen, wenn ich heimgehe zu meinem geliebten Weibe?“

„Ihrem Weibe?“ ſagte ſie;„das iſt etwas An⸗ deres. Da iſt kein Grund vorhanden, warum meine bangen Beſorgniſſe Sie anſtecken ſollten. Ich gehe nach England, um mit einem Manne zuſammenzu⸗ treffen, mit welchem ich vor fünfzehn Jahren mich verlobt habe. Er war zu arm, um damals zu hei⸗ rathen, und als man mir eine Stelle als Gouver⸗ nante in einer reichen auſtraliſchen Familie anbot, überredete ich ihn, mir zu geſtatten, dieſelbe anzu⸗ nehmen, ſo daß er frei, ungehindert ſeinen Weg in