Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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„Sehen Sie!“ ſagte Georg, indem er plözlich nach einer andern Richtung deutete, als derjenigen, wohin Miß Morley ihr Auge gewendet hatte,„da iſt der Neumond.“

Sie ſchaute auf die bleiche Mondsſichel hin, ihr eigenes Angeſicht faſt ebenſo bleich und entfärbt.

„Dieß iſt das erſte Mal, daß wir ihn ſehen. Wir müſſen Etwas wünſchen!“ ſagte Georg.„Ich weiß, was ich wünſche.“

„Was?“

„Daß wir ſchnell nach Hauſe kommen.“

„Mein Wunſch iſt, daß wir keiner Täuſchung begegnen, wenn wir dahin gelangen,“ ſagte die Gou⸗ vernante traurig.

„Täuſchung?“

Er fuhr auf, als ob er einen plöziichen Schmerz empfunden hätte, und fragte, was ſie mit dem Worte Täuſchung ſagen wolle.

„Ich will ſagen,“ erwiederte ſie, ſchnell redend und mit ihren dünnen Händen in raſtloſer Bewe⸗ gung;„ich will ſagen, daß wie das Ende dieſer langen Reiſe näher kommt, die Hoffnung in meinem Herzen tiefer ſinkt: und eine krankhafte Furcht be⸗ fällt mich, es möchte zulezt nicht gut ausfallen. Der Mann, mit dem ich zuſammentreffen ſoll, kann in ſeinen Gefühlen gegen mich ſich verändert haben; oder kann das alte Gefühl völlig bis zu dem Mo⸗ mente, da er meiner anſichtig wird, bewahren und es dann in einem Athemzug beim Anblick meines armen verwelkten Geſichtes von ſich werfen, denn ich hieß ein hübſches Mädchen, Mr. Talboys, als ich vor fünfzehn Jahren mich nach Sydney einſchiffte;