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Vater war ein Gentleman; geſchickt, gebildet, edel⸗ müthig, ſchön— aber arm. Meine Mutter— aber laſſen Sie nicht von ihr ſprechen. Armuth, Armuth, Prüfungen, Plackereien, Demüthigungen, Entbehrun⸗ gen! Sie können davon nichts wiſſen, Sie, der zu denen gehört, für welche das Leben ſo weich und bequem iſt. Sie können nicht ahnen, was Leute wie wir zu erdulden haben. Fragen Sie alſo nicht zu viel. Ich kann nicht unintereſſirt ſein; ich kann nicht blind für die Vortheile einer ſolchen Verbindung ſein. Ich kann nicht, ich kann nicht!“
Abgeſehen von ihrer Erregung und leidenſchaft⸗ lichen Heftigkeit, lag noch ein gewiſſes Etwas in ihrem Benehmen, was den Baronet mit einer un⸗ beſtimmten Beſorgniß erfüllte. Sie befand ſich noch immer auf dem Boden zu ſeinen Füßen, mehr nie⸗ vergedrückt als knieend; ihr dünnes weißes Gewand ſich an ihre Glieder anſchmiegend, ihr blaſſes Haar über ihre Schultern wallend, ihre großen blauen Augen in der Dämmerung glänzend, und ihre Hände an dem ſchwarzen Bande um ihren Hals zupfend, als ob ſie von demſelben gewürgt worden wäre.
„Verlangen Sie nicht zu viel von mir,“ wieder⸗ holte ſie fortwährend;„ich bin von meiner Kindheit an ſelbſtſüchtig geweſen.“
„Lucy, Lucy, ſprechen Sie deutlich. Fühlen Sie kein Mißfallen an mir?“
„Mißfallen an Ihnen? Nein, nein!“
„Aber iſt ſonſt Jemand da, den Sie lieben?“
Sie lachte laut über ſeine Frage.„Ich liebe Niemand in der Welt,“ erwiederte ſie.
„ Er war erfreut über ihre Antwort; und dennoch


