Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—————— u

wurde durch dieſe und durch das ſeltſame Lachen ſein Gefühl n berührt. Er beobachtete einige Augenblicke Stillſchweigen und ſagte dann nicht ohne eine gewiſſe e Anſtrengung:

„Wohl, Lucy, ich will Sie nicht zu viel fragen. Ich glaube wohl, ich bin ein romantiſcher alter Narr; aber wenn Sie kein Mißfallen an mir haben, und wenn Sie keinen Andern lieben, ſo ſehe ich keinen Grund, warum wir nicht ein ſehr glückliches Paar geben ſo ſo llten. Es iſt alſo abgemacht, Lucy?“

Der Baronet hob ſie auf, ſchloß ſie in ſeine Arme und küßte ſie einmal auf die Stirne; dann verließ er, en er gelaſſen gute Nacht geboten hatte, unmittelbar das Haus.

Er verließ unmittelbar das Haus, dieſer när⸗ riſche alte Mann, weil ſich eine ſeltſame Bewegung in ſeinem Herzen geltend machte— weder Freude, noch Triumph, ſondern Etwas, das ſo ziemlich mit einer Täuſchung verwandt war; ein erſticktes und unbefriedigtes Sehnen, welches ſchwer und dumpf auf ſeinem Herzen lag, als ob er eine Leiche in ſei⸗ nem Buſen herumgetragen hätte. Es war allerdings die Leiche jener Hoffnung, welche bei dem Tone von Lucy's Worten geſtorben war. Alle die Zweifel und Beſorgniſſe und furchtſamen Beſtrebungen waren nun zu Ende. Er mußte, gleich andern Männern ſeines Alters, damit zufrieden ſein, daß man ihn um ſeines V Vermögens und Ranges willen hei⸗ rathete.

Lucy Graham ſtieg langſam die Treppe hinauf zu ihrem kleinen Zimmer im oberſten Theile des