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gen nicht zu entdecken. Wäre ihm das möglich ge⸗ weſen, er hätte nur einen jammervoll ſehnſüchtigen Blick geſehen, welcher den Eindruck erregte, als wolte ſie damit die ferne Finſterniß durchbohren und weit weg— weg in eine andere Welt eindringen. „Lucy, haben Sie mich gehört?“ „Ja,“ erwiederte ſie ernſt, nicht kalt, oder irgend
ſo, als ob ſie durch ſeine Worte beleidigt wäre.
„Und Sie antworten?“
Sie wandte ihren Blick nicht hinweg von der in allmäliges Dunkel verſchwindenden Landſchaft, verharrte aber auf einige Augenblicke in völligem Stillſchweigen, dann drehte ſie ſich mit einer ſo plöz⸗ lichen Leidenſchaft zu ihm um, daß ihr Geſicht in einer neuen und wunderbaren Schönheit aufleuchtete, welche dem Baronet ſelbſt in der zunehmenden Dämmerung erkennbar wurde, und fiel vor ihm auf die Kniee.
„Nein, Luch, nein, nein!“ rief er heftig,„nicht hier, nicht hier!“
„Ja, hier, hier,“ ſagte ſie, und die mächtige Lei⸗ denſchaft, welche in ihr ſich regte, gab ihrer Stimme einen ſchrillen und durchdringenden Ton,— nicht laut, aber widernatürlich vernehmbar,„hier und nirdends ſonſt! Wie gut Sie ſind— wie edel und hochherzig! Sie lieben! Wo es hundertmal an Schönheit und Güte über mir ſtehende Frauen gibt, welche Sie von Herzen lieben würden; aber Sie fragen mich zu viel! Sie fragen mich zu viel! Bedenken Sie, was mein Leben geweſen iſt; beden⸗ ken Sie nur das. Von meiner erſten Kindheit habe ich nie etwas Anderes als Armuth geſehen. Mein


