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dem Gegenſtande, welcher ſeinem Herzen am nächſten lag, zu ſprechen. Er bot der Gouvernante in weni⸗ gen, aber feierlichen Worten ſeine Hand an. Es lag
etwas beinahe Rührendes in der Art und Weiſe
und in dem Tone, worin er zu ihr ſprach— und klang halb wie eine Abbitte, da ihm bewußt war, daß er kaum erwarten könnte, die Wahl eines ſchö⸗ nen, jungen Mädchens zu ſein, und er ihr flehend zu bedenken gab, ſie möchte ihn lieber abweiſen, ſelbſt wenn ſie ihm das Herz dadurch bräche, als ſeinen Antrag annehmen, wenn ſie keine Liebe zu ihm em⸗ pfände.
„Ich glaube kaum, daß es eine größere Sünde gibt, Lucy,“ ſprach er in feierlichem Tone,„als die⸗ jenige einer Frau, welche einen Mann heirathet, den ſie nicht liebt. Sie ſind mir ſo theuer, meine Ge⸗ liebte, daß, ſo ſehr ich auch mein Herz daran gehängt habe und ſo bitter der bloße Gedanke einer Täuſchung für mich iſt, ich doch nicht haben wollte, daß Sie eine ſolche Sünde um meines Glückes willen be⸗ gingen. Wenn mein Glück durch eine ſolche Hand⸗ lung vollendet werden könnte, was aber nicht mög⸗ lich wäre, was niemals möglich wäre,“ wiederholte er ernſt,„ſo würde Nichts als Elend aus einer Hei⸗ rath entſpringen, welche von einem anderen Motive
als Wahrheit und Liebe geboten wäre.“
Lucy Graham ſchaute Sir Michael nicht an, ſondern gerade aus in die nebelige Dämmerung und in die düſtere Landſchaft weit weg über den kleinen Garten hinaus. Der Baronet verſuchte ihr ins
Geſicht zu ſehen, aber nur ihr Profil war ihm zu⸗
gewendet, und er vermochte den Ausdruck ihrer Au⸗


