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nach dem Bande, indem ſie es mit halb zorniger Geberde zuſammendrückte und dann wieder vor und rückwärts durch ihre Finger gleiten ließ.
„Mir dünkt, manche Leute ſind zum Mißgeſchick geboren, Mrs. Dawſon,“ ſagte ſie hernach;„es würde ein viel zu großes Glück für mich ſein, Lady Audley zu werden.“
Sie ſprach dies mit ſolcher Bitterkeit in ihrem Tone, daß des Doktors Frau einen Blick des Erſtau⸗ nens auf ſie warf.
„Sie unglücklich, mein Kind!“ rief ſie.„Ich denke, Sie ſind die lezte Perſon, welche alſo reden ſollte— Sie, ein ſo fröhliches glückliches Geſchöpf, daß es Jedermann gut thut, Sie nur zu ſehen. Ich weiß wahrhaftig nicht, was wir anfangen ſollen, wenn Sir Michael Sie uns entführt.“
Nach dieſer Unterhaltung ſprachen ſie oft über die Sache, und Lucy zeigte nie irgend eine Erregung, wenn des Baronets Aufmerkſamkeit für ſie zum Ge⸗ genſtand der Erörterung gemacht wurde. Man war in des Doctors Familie ſtillſchweigend darüber ein⸗
verſtanden, daß wenn Sir Michael je einen Antrag ſtellte, die Gouvernante ihn mit Gelaſſenheit anneh⸗ men würde; und in der That hätten es die einfachen Dawſons für etwas mehr als Wahnſinn von einem armen Mädchen gehalten, ein ſolches Anerbieten von der Hand zu weiſen.
So, an einem wolkigen Juniabend benüzte Sir Michael, welcher gegenüber von Lucy Graham an
einem Fenſter in des Wundarztes kleinem Geſellſchafts⸗
zimmer ſaß, die Gelegenheit, als die Familie zufällig
gerade aus demſelben ſich entfernt hatte, um von Bradbon, Lady Aubley's Geheimniß. J. 2


