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kommenen Harmonie, welche über dieſen Reiz ſich ergoß und Alles doppelt bezaubernd an dieſer Frau machte, eben ſo wenig als ſeinem Schickſal zu wider⸗ ſtehen. Schickſal! Nun, ſie war ſein Schickſal! Er hatte zuvor nie geliebt. Was war ſeine Heirath mit Alicia's Mutter anderes geweſen als ein unerfreu⸗ licher Handel gewöhnlichen Schlags, in der Abſicht geſchloſſen, ein Beſizthum bei der Familie zu erhalten, ohne das ſie ebenſo gut hätte beſtehen können. Was war ſeine Liebe zu ſeiner erſten Gattin anderes ge⸗ weſen, als ein armer, elender, rauchender Funken, zu matt, um zu erlöſchen, zu ſchwach, um zu brennen? Aber dieß war Liebe— dieſes Fieber, dieſes Sehnen, dieſes raſtloſe, ungewiſſe, klägliche Zaudern, dieſe grauſame Beſorgniß, ſein Alter möchte eine unüber⸗ ſteigliche Schranke für ſein Glück bilden; dieſer krank⸗ hafte Abſcheu vor ſeinem grauen Bart; dieſer wahn⸗ ſinnige Wunſch, jung zu ſein, mit glänzenden raben⸗ ſchwarzen Haaren und einer ſchlanken Taille, ſo wie er vor zwanzig Jahren geweſen war; dieſe ſchlaf⸗ loſen Nächte und trübſeligen Tage, ſo glorreich er⸗ hellt, ſo oft es ihm gelang, einen Blick auf ihr ſüßes Angeſicht hinter den Fenſtervorhängen zu erhaſchen, wenn er hinter des Doctors Haus vorüberfuhr; alle dieſe Anzeichen dienten zum Beweiſe der Wahrheit und ſprachen nur allzudeutlich dafür, daß in dem nüchternen Alter von fünfundfünfzig Sir Michael Audley an dem ſchrecklichen Fieber, genannt Liebe, erkrankt war.
Ich glaube nicht, daß während ſeiner ganzen Be⸗ werbung der Baronet nur ein einziges Mal ſeinen Reichthum oder ſeinen Stand als einen mächtigen


