Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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zu ſeiner Mutter, um derſelben von ihrem hübſchen Ausſehen und der ſüßen Stimme, womit ſie ihm für den kleinen Dienſt gedankt hatte, zu erzählen. Der Küſter in. der Kirche, welcher ſie zu des Wundarztes Stuhl geleitete; der Pfarrer, der ihre ſanften blauen Augen zu ihm emporgerichtet ſah, wenn er ſeine ein⸗ fache Predigt hielt; der Austräger von der Eiſenbahn⸗ ſtation, welcher ihr zuweilen einen Brief oder ein Paket brachte und niemals auf eine Belohnung von ihr wartete; ihr Dienſtherr, deſſen Beſucher, ihre Schülerinnen, kurz Jedermann, hoch oder nieder, ſtimmten in der Erklärung überein, daß Lucy Graham das ſüßeſte Mädchen ſei, das jemals gelebt hätte.

Vielleicht war es dieſes Gerücht, welches in die ſtillen Gemächer von Audley Court drang; oder viel⸗ leicht der Anblick ihres hübſchen Geſichtes, das jeden Sonntag Morgen über den hohen Kirchenſtuhl des Doctors hervorſchaute. Wie dem nun ſein mochte, ſo viel war gewiß, daß Sir Michael Audley plözlich ein ſeltſames Verlangen empfand, mit Mr. Dawſons Gouvernante näher bekannt zu werden.

Er hatte dem würdigen Doctor deßhalb nur einen Wink zu geben, und eine kleine Geſellſchaft wurde veranſtaltet, wozu der Pfarrer und ſeine Frau, und der Baronet und ſeine Tochter eine Einladung er⸗ hielten.

Dieſer eine ſtille Abend beſiegelte Sir Michaels Schickſal. Er vermochte dem milden Zauber dieſer ſanften und rührenden Augen, der graziöſen Schön⸗ heit dieſes ſchlanken Halſes und geſenkten Hauptes, mit der Fülle ſeiner reichen flachsblonden Locken; der leiſen Muſik dieſer ſanften Stimme; der voll⸗