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Beethoven zu ſpielen und in Creswicks Manier nach der Natur zu malen, und wandelte dreimal des Sonn⸗ tags durch das langweilige, abgelegene Dorf nach der niedrigen, kleinen Kirche, ſo gelaſſen, wie wenn ſie kein höheres Streben in der Welt hätte, als ihr Leben lang alſo zu thun.
Leute, welche dies beobachteten, ſchrieben es dem Umſtande zu, daß es einen Zug ihres liebenswürdi⸗ gen und ſanften Charakters ausmache, immerdar wohl⸗ gemuth, glücklich und unter allen Umſtänden zufrieden zu ſein.
Wohin ſie ging, ſchien ſie Freude und Fröhlich⸗ keit mitzubringen. In den Hütten der Armen erſchien ihr hübſches Geſicht gleich einem Sonnenſtrahl. Sie ſezte ſich eine Viertelſtunde hin und redete mit einer alten Frau und war ſcheinbar ebenſo vergnügt über die Bewunderung einer zahnloſen Dorfmatrone, als ob ſie auf die Complimente eines Marquis gehorcht hätte; und wenn ſie endlich hinwegtrippelte, ohne Etwas zurückzulaſſen(denn ihr geringer Gehalt ge⸗ ſtattete ihrem Wohlwollen keinen Spielraum), brach die alte Frau in ein wirklich greiſenhaftes Entzücken über ihre Anmuth, ihre Schönheit und ihre Freund⸗ lichkeit aus, dergleichen ſie niemals gegenüber von des Pfarrers Frau, von der ſie doch genährt und gekleidet worden war, an den Tag gelegt hatte. Man ſieht, Miß Lucy Graham war mit jener magi⸗ ſchen Zanberkraft begabt, durch welche eine Frau mittelſt eines Wortes entzücken, mittelſt eines Lächelns berauſchen kann. Jedermanp liebte, bewunderte und pries ſie, der Knabe, welcher ihr das fünfſtängige Gitter auf dem Fußwege öffnete, ſprang nach Haus


