Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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cher Sicherheit ſich eine Verſchwörung hätte anzet⸗ teln, oder ein Liebesgelöbniß aufnehmen laſſen; und doch war er kaum zwanzig Schritte vom Hauſe ent⸗ fernt.

Am Ende dieſes dunkeln Ganges ſchloß ſich ein Gebüſch an, wo halb vergraben unter dem Gewirr der Zweige und dem ungeſtört aufſchießenden Un⸗ kraut das verroſtete Dach jenes alten Brunnens ſtand, deſſen bereits Erwähnung geſchehen iſt. Er hatte ſeiner Zeit ohne Zweifel große Dienſte gethan; und emſige Nonnen hatten wielleicht mit ihren eige⸗ nen hübſchen Händen das kalte Waſſer heraufgezogen; aber nunmehr war er in Abgang gekommen, und vielleicht wußte kaum Jemand zu Audley Court, ob die Quelle vertrocknet war oder nicht. Aber ſo ge⸗ ſchüzt dieſer einſame Lindengang war, zweifle ich dennoch ſtark, ob er jemals zu einem romantiſchen Zwecke verwendet wurde. Oft ſpazierte in der Abend⸗ kühle Sir Michael Audley, ſeine Cigarre rauchend, darin auf und ab, mit dem Hunde auf ſeinen Ferſen, und ſeiner hübſchen jungen Frau zur Seite; aber in zehn Minuten waren der Baronet und ſeine Ehe⸗ hälfte der rauſchenden Linden und des ſtillen, unter den ausgebreiteten Blättern der Seelilien verbor⸗ genen Waſſers und der langen grünen Durchſicht mit dem zerfallenen Brunnen am Ende ziemlich müde und ſchlenderten nach dem weißen Saale zurück, wo Mylady träumeriſche Melodien von Beethoven und Mendelsſohn ſpielte, bis ihr Gemahl in ſeinem Lehn⸗ ſeſſel in Schlaf verſank.

Sir Michael Audley war ſechsundfünfzig Jahre alt und hatte drei Monate nach ſeinem fünfundfünf⸗