Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Ein nobler Ort; inwendig wie außen ein nobler Ort ein Haus, worin man ſich unaufhörlich ſelbſt verlor, wenn man ſo wagehalſig war, daſelbſt allein herumzugehen; ein Haus, in welchem kein Gemach in einiger Verwandtſchaft mit dem andern ſtand, wo jedes Zimmer auf irgend einem äußerſten Berührungs⸗ punkte in ein inneres Zimmer verlief, das über eine ſchmale Treppe hinab zu einer Thüre führte, durch welche man wiederum gerade in den Theil des Ge⸗ bäudes gelangte, von dem man ſich in weiteſter Ferne zu befinden wähnte; ein Haus, zu dem niemals der Plan von einem ſterblichen Architekten entworfen ſein konnte, ſondern welches das Werk jenes guten alten Baumeiſters, der Zeit, geweſen ſein mußte, welche, das eine Jahr ein Gemach hinzufügend, das andere eines niederreißend, jetzt ein den Plantagenets an Alter gleiches Kamin zu Boden ſtürzend und ein anderes im Style der Tudors aufſetzend, ein Stück ſächſiſcher Mauer hier umwerfend, und einem nor⸗ männiſchen Bogen dort eine Stelle einräumend, eine

Reihe hoher, ſchmaler Fenſter aus der Regierung

der Königin Anna einſchiebend und einen Speiſeſaal aus der Periode des Hannover'ſchen Georg l. an ein Refectorium, das ſeit den Tagen Wilhelms des Eroberers beſtanden, anſtoßend, es im Laufe von eilf Jahrhunderten dahin gebracht hatte, eine Behau⸗ ſung auſzuführen, dergleichen in der ganzen Graf⸗ ſchaft Eſſer nicht mehr zu finden war. Natürlich gab es in einem ſolchen Hauſe geheime Räumlich⸗ keiten: die kleine Tochter des gegenwärtigen Beſitzers, Sir Michael Audley, war durch Zufall auf die Ent⸗ deckung von einer geführt worden. Ein Brett hatte