Druckschrift 
Schilderungen aus der Wirklichkeit / von Louise Brachmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

die Le⸗

ein en u⸗ ich ich em

er⸗ h,

e⸗ nit nd en

ine die e⸗ ns n8

gehen; doch brannten wir zum Kampfe, und zuͤrnten auf unſern ſonſt angebeteten General, als er ſich ergab.

Aber ehe wik die Waffen niederlegten und abgefuͤhrt wurden, trat er noch ein Mal vor uns und redete uns an mit ſeiner herzgewinnen⸗ den Stimme, die uns ſo oft im Augenblicke der Gefahr erhoben und befeuert hatte.

Krieger, ſagte er, in Euren Blicken leß ich es, daß mich Eure großmüthigen Herzen tadeln, zum erſten Mal in Eure Bande gewilliget zu ha⸗ ben. Ihr kennt die Lage der Gegend, die Stel⸗ lung des Feindes nicht. Ich wußte, daß ich Euch Alle aufopfern wuͤrde, verſuchten wir uns durchzuſchlagen; ich glaubte beſſer zu handeln, wenn ich dem Vaterlande eine Anzahl ſeiner ta⸗ pfern Streiter erhielte, und ergab mich. Nicht unbewußt indeß iſt mir das Loos, das meiner wartet, und verzeiht, wenn ich zu ſchwach bin, dieß um Euretwillen zu ertragen! Verzeiht, wenn Euch der von heut an verlaͤßt, der bis hierher Euer treuer Fuhrer war! Lebt wohl, Bruͤder! mein Leben konnt⸗ ich Euch aufopfern, doch meine Ehre nicht.

Er zog in dieſem Augenblick ein Piſtol aus ſeinem Buſen, und ſank mit zerſchmetterter Stirn zu unſern Fuͤßen.