Heil'ge Macht der ſchoͤnſten Triebe, Wenn der Maͤn r Muth erliegt, Durch des Weibes zarte Liebe Wird Gefahr und Tod beſiegt.
Junger Krieger wie ſo muthig!
Schone, zarte Kriegerin! Fruchtlos ſtellt der Tod ſich blutig Vor der Gattin treuen Sinn.
Liebe leuchtet durch die Schatten Ihr mit lichtem Flammenſtrahl, Sie erkennt den holden Gatten
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In der Tauſend Todten Zahl. Aber ach, eutſtellt von Wunden,
Packt der rohen Habſucht Preis,
Da wo er den Tod gefunden, 8 Lag er auf dem kalten Eis.
Ja da ſtuͤrmt's mit heißerm Triebe Was ſie je gefuͤhlt fuͤr ihn, Mitleid, zaͤrtlich gluͤh'nde Liebe, tie Schmerz und Sehnſucht, ſtark und kuͤhn.
lic Und in ihres Schmerzes Fulle, Selbſt der mildern Heimath Kind, wi Reißt ſie ab die warme Hulle, Fuͤhlet nicht den eiſ'gen Wind. iht Und mit zarter Mutterpflege Hüllt den Liebling ſie darein, le Fuͤhrt ihn durch die grauſen Wege vo Auf dem Roß zum ſichern Hain-— 8 3 Wahnſinn armer, kranker Liebe! ha
Ach, ſie hofft mit Glaubensmacht, Daß ſein holdes Leben bliebe, Ihn zu rufen aus der Nacht.


