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Schilderungen aus der Wirklichkeit / von Louise Brachmann
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ſcheinen.

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wollte ſich in Dankſagungen erſchöpfen. Ge⸗ mach mein Herr, unterbrach ihn der Anfuͤhrer, ich bin ſo großmuͤthig nicht, als Sie glauben; ich verlange ein Gegengeſchent fuͤr das, was ich that; Sie haben eine ſchoͤne Nichte; ich fordere die ſe zum Erſatz!

So wie vorher die Freude den rechtſchaf⸗ fenen alten Mann in Feuer geſetzt hatte, ſo machte ihn jetzt der Schrecken ſtarr und ſprach⸗ los. Er ſuchte Entſchuldigungen hervor zu ſtammeln, oder wo möglich Roſettens Daſeyn ganz zu verleugnen. Keine Einwendungen! er⸗ wiederte der ſtolze Befehlshaber, oder fuͤrchten Sie das Aergſte. Ich fordere, daß man ſie in dieſem Augenblick hierher fuͤhre.

Die arme Roſette war ſchon von dem Vorgefallnen durch einige Dienſtleute unterrich⸗ tet, die in halber Todesangſt die Worte des Obriſten mit angehoͤrt hatten; die Mutter rang die Haͤnde und brach in Jammer aus. Roſette, mehr todt als lebendig, mußte auf die Bitte ihres geaͤngſteten Oheims endlich er⸗

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