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ſein Beiſpiel und durch ſeinen Rath dazu bewegt, katho⸗ liſch zu werden. Was Gott alſo im 31. Verſe hat thun wollen, das iſt, dem Könige, der jetzt in Preußen re⸗ giert, anzeigen, nicht gerade heraus und ganz einfach, ſondern bedingungsweiſe, daß ſeine Familie noch lange nach ihm fortdauern werde, und das iſt ſo viel, als ihm eine Verkuͤndigung geben, die im Einklange ſteht mit der, die er ihm im 93. Verſe giebt, naͤmlich daß die Fa⸗ milie noch lange nach ihm fortdauern werde, wenn er die Prinzen ſeines Hauſes durch Beiſpiel und Rath dazu be⸗ ſtimmt, zum Katholicismus uͤberzugehen.
Gort wußte nicht blos, daß der Koͤnig Friedrich Wil⸗ helm UI. Kenntniß von der Prophezeiung bekommen, und in den Stand geſetzt werden wuͤrde, ſie zu leſen; er wußte auch, daß wahrend der Dauer ſeiner Regierung eine Erklaͤrung derſelben veroffentlicht werden duͤrfte, die die Verkuͤndigung enthalten werde, daß ihm das Schickſal verkuͤndigt ſei, der Letzte ſeines Geſchlechts als Souverain von proteſtantiſchem Glauben zu ſein, und daß ein Exemplar dieſer Erklaͤrung einem ſeiner Miniſter, ſo wie dem muth⸗ maßlichen Thronerben, zugeſtellt werden wuͤrde Sind


