Streit mit meinem Neveu. Wir hatte beide Unrecht, aber erhizten uns gegen einander— das verſteht ſich. Wir ſind beide aus der Pro⸗ vence, und dieſe Leute beharren nicht lang auß ihrem Unrecht. Der Menſch ergreift aber dieſe Gelegenheit, um ſein Vorhaben auszufuͤhren. Ich ſtarb aber nicht, ſonſt waͤre ich nicht da. Der Bube klagt meinen Neveu dieſes Verbre⸗ chens an, ich war ſo ſchwach und glaubte es. Ich erhielt einen Verhaftbefehl gegen ihn; ich ließ ihn und ſeine Gattin einſperren, die mir nichts zu leid gethan hatte, dieſen Engel, den ſie hier ſehen, den ich ſo ſehr haßte, ehe ich ihn kannte, als ich ihn jezt liebe. Das Unge⸗ heuer, der das Verbrechen begangen hatte, wird ohne Rettung krank. Er ließ mich vor ſein Sterbebette kommen, um mir ſeine teufliſche Untreue zu bekennen. Urtheile lieber Neveu, von meiner verzweiflenden Lage, wie viel Kum⸗ mer mir meine Ungerechtigkeit gegen dich machte. Ich flog nach Paris, um dich und deine Gattin zu befreien, um euch wieder zu vereinigen; nur darin ſahe ich das Mittel, mich wieder mit dir ausſoͤhnen zu koͤnnen. Durch den ſonderbarſten Zufall brach mein Wagen in Montelimar an der Thuͤre eines kleinen Wirthshauſes. Ich fiel die Schulter auseinander; man fuͤhrte mich in eine Kammer, wo mich ein ſchönes Frauen⸗ zimmer bediente. Es war dein Weib! Deine
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