„ließ ſeinen Neveu gefangen nehmen. Der „Vorwand iſt der Verdacht einer Vergiftung, „welchet aber vernuͤnftige Menſchen nicht glau⸗ „ben. Der junge Marquis denkt dafuͤr zu „gut. Der wahre Grund iſt ſeine Verheura⸗ „thung gegen den Willen des Oheims. Er iſt „heftig, aufbrauſend und eigenſinnig ohne Bei⸗ „ſpiel, und dehnte ſelbſt ſeine Rache auf Zeila vaus, deren geringſte Vorzuͤge in ihrer Schön⸗ „heit beſtehen. Er ließ ſie anfaͤnglich in die „Pelagie ſteken, und da lernte ich ſie kennen. „Ich erhielt vom Arzt den Befehl, daß ihr veine Luftveränderung erlaubt werde. Ich be⸗ „wirkte auch, daß man ihr ihre Tochter wie⸗ „dergab; und dann brachte ich ſie in die Straſſe „des gruͤnen Wegs, nahe am Boulevard, in ein „ſogenanntes Geſundheitshauß, wo man fur „Sie ſorgte, und wo ſie doch nicht mit den elen⸗ „den Geſchoͤpfen gleich behandelt wurde. Sie „konnte da in einem groſſen Garten ſpazieren „gehen, und hatte Geſellſchaft von einigen „andern Koſtgaͤngerinnen, welche ausgehen „durften. Ein Menſch, der ſich Berville nennt, „der aber Dumond heißt, und einſt im Dienſt „des Marquis ſtand, etablirte ſich in dieſer „Penſionsanſtalt. Dumond fand in Zeit eines „Monats Mittel, Zeila mit Ihrem Kinde ent⸗ „fliehen zu laſſen. Er gieng mit. Ich wußte, „daß er die Gattin ſeines Herrn nach Monte⸗
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