Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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ches zu thun glaubte, daß der Bediente Maͤd⸗ chendienſte bei meiner Toilette verſah. Die meinem Geſchlechte natuͤrliche Schamhaftigkeit hieß mich freilich manche Gegenſtaͤnde ſeinem gierigen Auge entziehen, moͤgen auch die Be⸗ griffe von einer beſſern Erziehung dazu beigetra⸗ gen haben. Ich war immer zur Frolichkeit von Geburt an geſtimmt, war gewohnt nur die Ober⸗ fläche von allem zu ſehen, daher konnte ich kei⸗ nen andern Gefuͤhlen Raum geben, als der Freude uͤber meine Entfernung von dem verhaß⸗

ten Saintoran. Ich lächte ſo herzlich froh, wenn

ich mir das Geſicht dachte, das er an dem Tag

mochte gemacht haben, an welchem er mich zum

Altar begleiten zu koͤnnen hoffte. Die Miß⸗ handlung meines Vaters war von der Art, daß ich nicht daran dachte, daß er meinen Verluſt bedauren könnte. Ich glaubte gewiß, er werde ſein mir angethanes Unrecht einſehen, und ich fuhlte auch, daß ich es vergeſſen könne. Ich muſieirte, ſang, beluſtigte mich den ganzen Tag, bald lief ich in den Garten, bald durchlief ich die Zimmer des Hauſes, die mir ſehr wohl gefielen. Derzeit war niemand im Hanſe, als der Kam⸗ merdiener, eine alte Koͤchin, der Gaͤrtner und ich⸗

Den zweiten Tag lebte ich wie den erſten. In einem Anſall von Langeweile durchſuchte ich nun mein Zimmer genauer. Es war mit Kup⸗