Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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armt haben woͤrde. Er verſprach mir, mit mei⸗ nem Vater zu ſprechen, und ihn dahin zu brin⸗ gen, auf diß lächerliche Projekt Verzicht zu thun.

Was er mit ihm wegen meiner geſprochen hat, weiß ich nicht, aber wahrſcheinlich nahm er ſich meiner gar nicht, oder wenigſtens nur ſehr oberflaͤchlich an, denn mein Vater blieh im⸗ mer unbeweglich. Der Fremde hatte die Erlaub⸗ niß, mich zu jeder Stunde des Tags zu beſuchen, und ich ſah niemand auſſer ihn.

Ich will die Art, wie er mich nach und nach zu verfuͤhren ſuchte, nicht ſo genau entwikeln; genug, er entwarf mir eine fuͤrchterliche Schil⸗ derung von Saintorans Karakter, und von dem Jammer, den ich als Gattin dieſes unertraͤglichen Mannes zu erdulden haͤtte. Nachdem er meine Verzweiflung auf den hochſten Grad geſpannt hatte, ſo erbot er ſich, mich zu einer Verwand⸗ tin zu bringen, welche alles anwenden wuͤrde mich wieder mit meinem Vater auszuſoͤhnen. Das Mitleiden gab dem Ton ſeiner Stimme etwas unwiderſtehlich ruͤhrendes, und nie ent⸗ ſchluͤpfte ihm ein Ausdruk, welcher das ungluͤk⸗ liche Schikſal, das meiner wartete, mich nur von ferne haͤtte ahnen laſſen; aber dennoch em⸗ porte mich ſein Vorſchlag.

Eines Morgens kam er zu mir, ungewoͤhn⸗