Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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Stell dir einmal vor, du hätteſt ihn, be⸗ fiehl, und mein Mund ſoll dir alles, was du wiſſen moͤchteſt, entdeken, ohne daß mich ein ge⸗ ſchwaͤziger Bijou zu verrathen braucht. Ich wuͤnſchte, daß du mich vollkommen kennen lern⸗ teſt, denn ich koͤnnte es nicht uͤber's Herz brin⸗ gen, dich zu mißbrauchen. Die Empfindungen, welche ich dir einfloͤße, will ich nicht der Taͤu⸗

ſchung zu verdanken haben. Ich werde offen

mit dir ſprechen, vielleicht gefall' ich dir ſo, wie ich bin, ſollte aber meine Offenherzigkeit den Zauber verſcheuchen, ſo wird es mich zwar in der Seele ſchmerzen, aber ich brauche mir hernach doch nicht den Vorwurf zu machen, daß ich dich betrogen habe. Aber jezt komm zu Ti⸗ ſche, wir ſind beide noch hungrig.

Ich wohl, aber du2

Man hat mir unvermuthet Gaͤſte gebracht, denen ich aufwarten mußte, und ſolang ich an meinen armen Gefangenen dachte, ſchmekte mir kein Bißen. Jezt ſind ſie, Gott ſei Dank, wie⸗ der fort, wir haben keine Stoͤrung mehr zu be⸗ furchten, und mit dem Vergnuͤgen kehrt auch der Appetit zuruͤk.«

Jezt wurden allerhand delikate Speiſen auf⸗ geſtellt, und ſobald dieß geſchehen war, entfern⸗ te Klaͤrchen die Dienerſchaft, und wir befanden