Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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de. Aus Langeweile nahm' ich es, ich durch⸗ laufe es nur flächtig, aber bald fand ich Gefal⸗ len daranz es waren Diderots Bijoux In⸗ discrets. Adieu Vernunft! Adieu Ueberle⸗ gung! Es war ſchon einmal uͤber mich verhaͤngt, daß ich uͤberall auf Lehrer ſtoßen ſollte, die mir gerade ſolche Dinge beibringen mußten, die ich nicht haͤtte wiſſen ſollen⸗

Ich frage alle ſtrenge Sittenrichter, welche ſo gerne einen ungluklichen verführten Juͤngling verdammen, ob ſie nicht auch zuweilen ohne beſſere Fährer geſtrauchelt waͤren?

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Doch eben jezt bemerk' ich, daß ich den Le⸗ ſer ein wenig lang in Klärchens Kabinet bei mir eingeſchloſſen halte. Ich mußte drei volle Stunden darinn aushalten, aber dich will ich etwas ſchneller entlaſſen.

Armer Junge, ſagte Klaͤrchen zu mir, in⸗

dem ſie die Thuͤre aufſchloß, du haſt wohl recht

viel Langeweile gehabt2 Nichts weniger, ich habe geleſen. Ein ſchones Buch⸗e Ich wͤnſchte wohl der Eigenthuͤmer des ſchoͤnen Rings zu ſeyn, der zu ſo unterhalten⸗

den Geſchichten Anlaß gegeben hat. Auf der Stelle wuͤrd' ich Gebrauch von ihm machen.