Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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Sie ſchob mich mit Gewalt hinein, ſchloß die Thuͤr ab, und ſtekte den Schluͤßel zu ſich. Es

war das erſtemal in meinem Leben, daß mir

ein ſolches Abentheuer begegnete, und ich muß geſtehen, es wollte mir gar nicht behagen. Ich zitterte vor Angſt, der boshafte Bediente moͤchte ſeinem Herrn, den ich fuͤr Klärchens Gatten hielt, verrathen, daß ich in ſeinem Hauſe ver⸗ ſtekt ſei. Wenn es nur einigermaßen moglich geweſen wäre, haͤtt' ich mich aus dem Staube gemacht. Aengſtlich ſucht' ich umher, ob ich nicht irgendwo ein Gewehr entdeken moͤchte, mit dem ich mich vertheidigen koͤnnte; aher da war auſſer weiblichen Kleidungsſtuͤken nichts zu fin⸗ den. Indeſſen verlor ſich nach Verfluß voen einer halben Stunde die Furcht vor einer Entdekung,

und machte der Langeweiie Plaz. Ich horte das

Geraͤuſch der Schuͤſſeln und der Teller. Die ſpeiſen ruhig drauf los, ſagt' ich zu mir ſelbſt, wäͤhrend ich beinah Hungers ſterbe. Hohl doch der Teufel alle uͤberläſtige Ehemanner! Jezt hätt' ich die ſchoͤnſte Gelegenheit gehabt, uͤber mich ſelbſt moraliſche Betrachtungen anzu⸗ ſtellen, und wenn dißmal jemand Unrecht hatte, ſo war es gewiß nicht der Ehmann, uͤber den ich ſo aufgebracht war, ſondern mir ſelbſt, und Klärchens Unbeſonnenheit haͤtt' ich alle Schuld beimeſſen müſſen.

Zum ungluk fiel mir ein Buch in die Hän⸗