Teil eines Werkes 
2. Theil (1803)
Entstehung
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Der Schlingel glaubt mirs nicht, aber er iſts auch nicht gerade, dem ich diß Mährchen weiß machen will. Jezt waͤren wir alſo allein. Du ſiehſt mich an, und ſchweigſt? Muß ich denn ewig allein plaudern? Und in dieſem Tone fuhr das liebe Maͤdchen fort, ohne mich zu Wor⸗ te kommen zu laſſen. Die Kutſche flog in ra⸗ ſchem Laufe davon, die Vorhaͤnge waren nieder⸗

gelaſſen, bei einer zu raſchen Bewegung verliert

man leicht den Kopf, und dies war der Fall bei

uns beiden. Klaͤrchen, welche ſich ſchneller faßte,

zog ihre Uhr heraus. In zwei Minuten ſind wir an Ort und Stelle, ſagte ſie. Erhohlen ſie ſich, mein Lieber, bringen Sie ihre Sachen in Ordnung, man muß den Menſchen keinen Anlaß zum laͤſtern geben.

Ich hielt Klaͤrchen fuͤr eine Dame von Stand; ihre Kutſche, ihr praͤchtiger Anzug, ihr Ge⸗

ſchmeide, ihre glaͤnzende Wohnung beſtaͤrkten

mich in dieſer Vermuthung. Man gieng ſogleich in den Sſnat um ſich zu Tiſche zu ſezen, als der Bediente zum Zimmer herein ſtuͤrzte,

und erſchroken ausrief:Der gnadige Herr kom⸗

men!

Hurtig, das Kouvert wegnenommen, ſag⸗ te Klaͤrchen, und Du, mein Freund, fort! in jenes Kabinet!