Teil eines Werkes 
1. Theil (1803)
Entstehung
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nicht Scene vor Scene durchgehen, nur das muß ich noch ſagen, daß es einen unausloſchli⸗ chen Eindruk auf mich gemacht hat. Ich haßte und bewunderte Mahomet, aber Seid! Noch hoͤr' ich ihn, noch ſeh' ich ihn aus dem Grabmal verwirrt und athemlos hervorwanken! Welche klagende, herzzerreiſſende Stimme! Es iſt, ſagt ich zu mir ſelbſt, meine aͤhnliche Geſchichte in dem Walde zu Orleans, wie die Blize uber meinem Haupte ziſchten, wie ſie don⸗ nernd neben mir herabfuhren, und die Hoͤll' in meinem Buſen wuͤthete. Ein reuiger Verbre⸗ cher kann alſo doch Mitleiden erregen, denn ich habe dieſen ungluͤklichen Seid beweint, den, wie mich, die Liebe zum Moͤrder gemacht hat. Solche unwiderſtehliche Gewalt haben groſe Gei⸗ ſter, wie Voltaire, uͤber die Herzen der Men⸗ ſchen. Sie ruͤhren, ſie entzuken uns, und am Ende erweken ſie das Nachdenken uͤber die eige⸗ nen Gebrechen, daß wir gebeſſert von hinnen gehen. Wo kann ein Kompendium der Moral die Wirkung ſolcher erhabenen Schauſpiele, wel⸗ che mit allem Zauber der Kunſt von den ſpielen⸗ den Perſonen ausgefuͤhrt werden, jemals her⸗ vorbringen?

Nach der Poeſie ſchien mir die Schauſpiel⸗ kunſt die vorzuͤglichſte aller Kuͤnſte, und ich brann⸗ te vor Begierde, mich ihr ganz zu weihen⸗ Ich