tiefſte Hochachtung ein, und kaum fieng er an zu ſprechen, ſo intereßirt' ich mich fuͤr ihn. So wuchs mit jedem Worte, mit jeder neuen Scene der geiſtige Taumel, aber als nun das Orcheſter dem Publikum eine langweilige Simphonie zum beſten gab, gerieth ich in heſtigen Zorn.
„Was wollen denn dieſe Leute? fragt' ich Fanchon.“
— Der erſte Akt iſt zu Ende, und dieſe Herrn muͤſſen nach jedem Akt Muſik machen.—
„Ich wuͤnſchte, daß das Stuͤk ununterbro⸗ chen fortgeſpielt wuͤrde. Es iſt wirklich ſehr aͤr⸗ gerlich“
— Aber man hat es nun einmal ſo einge⸗ fuͤhrt.—
„Das iſt aber eine verdammt dumme Sitte⸗ Ich ſehe nicht die mindeſte Verbindung zwiſchen den ſpielenden Perſonen auf dem Theater, und dem naſeweiſen Gekraz dieſer Bierfiedler.“
Der zweite Akt nahm hier zum Gluͤk ſeinen Anfang, ſonſt wurde ſich meine Galle in noch weit derbern Ausdruͤken ergoſſen haben. Seid und Palmira erſchienen auf der Buͤhne. Wie ſehr ruhrten ſie mich! ſie hatten den Weg zu meinem Herzen gefunden, und meine Thraͤnen floßen. Ich will dieſes vortrefliche Trauerſpiel


