———
— 3⁵2—
den ſollen, die Aeltern des jungen Mannes, auf
die Kunde, daß Camilla von Epernay, die das Ge⸗
ruͤcht des Vatermordes beſchuldigte, Frau Saint⸗ Lambert ſei, von der man vorausgeſetzt, ſie wäre gerichtlich von ihrem Gatten getrennt, ſich foͤrm⸗ lich der Verbindung widerſetzt haͤtten; wie ſelbſt der junge Alphons, trotz aller ſeiner Liebe fuͤr ſeine Erwaͤhlte, erblaßt ſei, indem er entdeckt, von wem ſie ſtamme, und daß alle gelieferten
Beweiſe, wodurch die greuliche Anſchuldigung
wider Camilla Epernay ſich als nichtig erwieſen, nimmermehr das Vorurtheil zu zerſtreun vermoͤch⸗ ten, welches auf Adelen zuruͤckfiele und ſtets ihrem
Ausſichten Eintrag thun wuͤrde. Endlich ſchloß
Saint⸗Lambert damit, daß er ſeiner Frau an⸗
kuͤndigte, er wolle Frankreich verlaſſen, um ſich
und ſeine Tochter der Schmach zu entziehn, wo⸗ mit Jene ſie bedeckte, die nur ihr Gluͤck haͤtte zum
Geſchäft haben ſollen, und unter fremden Him⸗ melsſtrichen eine Freiſtatt ſuchen, wo er ſein Le⸗
ben der Linderung des Schmerzes ſeines Kindes
weihen wollte, der Wiederherſtellung ihres Ver⸗
ſtandes, den die erfahrene Beſchimpfung verwirrt⸗
———


