Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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ihn, daß jene Frau Haller, von der man unauf⸗

hörlich in der ganzen Gegend rede, Niemand an⸗ ders, als ihre Mutter ſei, und daß ſie auf ihn rechnete, er werde ſie nach der Huͤtte fuͤhren, wo jene wohne, damit ſie ihr ſelbſt ihre Heurath an⸗ kundigen, ihre Bewilligung einholen und ihren

Segen empfangen moͤchte. Der alte Diener ſah

in dieſem Vorhaben die Ausübung einer kindlichen

pflicht, eine billige Abſicht, und beeiferte ſich

den Plan ſeiner jungen Gebieterin zu unterſtuͤtzen.

Fruh Morgens, beim Aufgang der Sonne ver⸗

ließen ſie Montgeron, erreichten den Senarter Wald, und nachdem ſie noch eine Stunde gegan⸗ gen waren, kamen ſie nach Bauſſerons. Sie erkundigten ſich, wo Frau Haller wohne? klin⸗ gelten an der kleinen Thuͤr einer Art von Einſie⸗ delei und ſagten einer Bäuerin, welche kam ihnen aufzumachen, eine junge Dame wuͤnſche mit ih⸗ ter Frau zu ſprechen. Die Haushaͤlterin ging und weckte Camilla; dieſe glaubte, es ſei Jemand,

der thres Beiſtandes beduͤrfe, ſtand raſch auf und

kam in ihren kleinen botaniſchen Garten herab. Sie erkannt⸗ den alten Germain, und ſchon auch