theuerſtes Gut zu bewahren, in Gegenwart Ca⸗ milla's ſeiner Tochter an, daß er einem ſeiner Freunde habe verſprechen muͤſſen auf deſſen Land⸗ gut zu ſpeiſen, und daß er ſie mitzunehmen gedaͤch⸗ te, damit ſie ihn auf der Fahrt zerſtreue. Adele ergriff mit Freuden den Vorſchlag und Camilla empfand, indem ſie von ihr Abſchied nahm, eine Beklemmung des Gewuͤthes, von der ſie ſich nicht Rechenſchaft zu geben wußte.
Es war ohngefaͤhr zwölf Uhr. Frau Saint⸗ Lambert wollte ihr Alleinſeyn benutzen, um an Brevanne zu ſchreiben. Sie hatte kaum einige Zeilen flüchtig aufs Papier geworfen, als der alte Germain ihr einen Brief ihres Mannes uͤbergab und ſich ſogleich mit den Worten entfernte: cDer Herr hat mir befohlen ihn Ihnen eigenhaͤndig zu uͤbergeben. Camilla erbrach das Schreiben mit zitternden Händen, und ein tödlicher Froſt uͤber⸗ wältigte ihre Sinne und jede böſe Vorahnung ward beſtätiget, als ſie folgende Worte las:
aIch bin dem ſchrecklichen Schlage zuvorge⸗ kommen, den Du mir bereiteteſt: meine Tochter


