Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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er nicht nur einen fleißigen Briefwechſel mit Frau

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Kömpfen preisgegeben, lebte Camilla, als eines Morgens ihre Kammerfrau, die Brevanne ge⸗ wonnen hatte, ihr ein Billet des letzteren uͤbergab. Mit aller Kraft und Schlauheit eines gewandten Verfuhrers beſchrieb er ihr die ſchreckliche Unmoͤg⸗ lichkeit ſie zu ſehn, und kuͤndigte ihr an, daß, wenn er des Gluͤckes beraubt wuͤrde mit ihr zu⸗ ſammenzukommen oder ihr zu ſchreiben, irgend ein wuͤſter Aufenthalt ihn begraben ſollte, ſammt dem Bilde der einzigen Frau auf Erden, die er wahrhaft geliebt. Zum Schluß verſprach er, wenn binnen drei Tagen keine Antwort von Ca⸗ millen erfolgte, das gedrohte Verhängniß an ſich zu vollziehn.

Die junge, leidenſchaftlich liebende Frau hielt den auf immer fuͤr ſich verloren, deſſentwe⸗ gen ſie ſchon ſo viel gelitten, ſchwankte augen⸗ vlicklich zwiſchen Pflicht und ihrer verhängnißvollen Leidenſchaft, flog an ihr Sekretair und ſchrieb mit zitternder Hand:«Bleiben Sie!? Brevanne erſah aus dieſer Antwort vollig die Gewalt, welche er uͤber Camillen ausuͤbte. Seitdem unterhielt